Rosarote Herzen wohin das Auge auch reicht – für den ein oder anderen sicherlich etwas übertrieben, aber das ist nun mal das Motto des Valentinstags, den wir gerne auch dieses Jahr wieder in der Schule feiern möchten! Ihr konntet euren Lieblingsmenschen Rosen und kleine, freundliche Botschaften schenken, um daran zu erinnern, wie wichtig sie für euch sind.
Doch was hat es mit diesem „Valentinstag“ historisch gesehen überhaupt auf sich und wie kommt es, dass das der Tag der Tage für Liebespaare geworden ist?
Der Ursprung liegt bereits im Antiken Rom unter der Herrschaft von Kaiser Claudius II., der in seinem gesamten Reich die Trauung von Soldaten verboten hatte, weil er der Meinung war, unverheiratete Männer würden besser kämpfen. Bischof Valentin von Terni missachtete dieses Gesetz und traute im Verborgenen Soldaten, bis er eines Tages dabei ertappt und anschließend am 14.02.269 hingerichtet wurde. Dieser Tag wurde von der Kirche zum Gedenktag des Hl.Valentins erklärt. Es gibt auch Vermutungen, dass der Valentinstag ein Ersatz für Lupercalia ist, das römisch-heidnische Fest der Fruchtbarkeit und Reinigung. In Frankreich und England verbreitete sich der „Valentinstag“ unter der Vorstellung, der 14.02. sei der Beginn der Vogelpaarung im Frühling. In asiatischen Kulturen wie in Japan, Taiwan und Südkorea hat der 14. März, genannt „White Day“, zusätzlich eine wichtige Bedeutung: Während am Valentinstag nur Frauen ihren Geliebten meistens (selbstgemachte) Schokolade schenken, erwidern die Männer die Geste erst einen Monat später mit einem drei Mal so teuren Geschenk! Wiederum einen Monat später, am 14. April, folgt in Südkorea der sogenannte „Black Day“, an dem Singles mit schwarzen Nudeln als Mahlzeit über ihre Liebesenttäuschung trauern. Interessanterweise ist in Finnland der 14. März nicht nur der Tag der Liebespaare, er gilt auch als Freundestag. Wegen des Bezugs zur christlichen Heiligenverehrung ist das Feiern des Valentinstags samt Geschenkekauf, Blumen, Pralinen sowie das Tragen roter Kleidung in Saudi-Arabien verboten, bis 2018 galt es sogar als Verbrechen. Heutzutage werden zunehmend kleine Cafés und Geschäfte unauffällig mit roten Rosen oder Ähnlichem geschmückt und Paare feiern „im Verborgenen“ ihre Liebesbeziehung. Das Verschenken von Liebesbriefen und Karten etablierte sich erst nach dem 2.Weltkrieg in Deutschland durch amerikanische Soldaten.
So viel also zum Hintergrund der Feier des Valentinstages bei uns in Deutschland sowie in anderen Ländern, der zudem nicht nur für Liebespaare einer der schönsten Tage im Jahr ist. Am allermeisten dürften diesen Floristen feiern, denn die machen an dem Tag den mit Abstand größten Umsatz des Jahres: Weltweit werden schätzungsweise 110 bis 250 Millionen Rosen verkauft. Insgesamt rechnet der deutsche Einzelhandel laut Handelsverband im Übrigen mit Gesamtausgaben der Verbraucherinnen und Verbraucher von ca. 1,18 Milliarden Euro – kleiner Vergleich zum absoluten Spitzenreiter des Kommerzes: In den USA werden die Menschen heuer ca. 29,1 Milliarden Dollar für ihre Liebsten ausgeben. Läuft also, das Geschäft mit der Liebe.
In diesem Sinne wünschen wir euch einen wunderschönen, rosenreichen Valentinstag!