Latein. Englisch. Französisch. Italienisch.
Sich in seiner Muttersprache auszudrücken, ist für den Menschen das Natürlichste und Intuitivste auf der ganzen Welt. Es macht den Menschen zu etwas Einzigartigem. Uns sprachlich ausdrücken zu können, ist eine der wertvollsten menschlichen Eigenschaften und mehr als einfach nur ein Kommunikationsmittel. Es ist Ausdruck unserer Gefühle und – wie wir sprechen, ist auch häufig Ausdruck kultureller Prägung.
Eine Fremdsprache zu erlernen und sprechen zu können, eröffnet uns völlig neue Möglichkeiten und Einblicke in einen neuen Kulturraum. Wir lernen Menschen kennen, können mit ihnen auf deren Muttersprache kommunizieren und es öffnen sich Türen für Auslandsaufenthalte, Studien- und Arbeitsmöglichkeiten, die ohne das Erlernen der Fremdsprache möglicherweise verschlossen geblieben wären.
Das hört sich auch aus Schülerperspektive erstmal super an und man ist selbst ein wenig überrascht, wie viel Leidenschaft und Elan aus den vorherigen Sätzen entwischt, wenn man an das eigene Vokabel- und Grammatikpauken der letzten Jahre denkt. Alleine in Englisch lernen wir in den ersten drei Jahren knapp 2000 Wörter, zusätzlich zur Grammatik, Reflexivpronomen, Tenses etc. Da kann einem schon mal die Lust und Motivation vergehen. Das sollte aber nicht so sein (siehe oben)!

Denn Sprachen lernen muss nicht langweilig und schon gar keine Qual sein.
Der direkte Kontakt mit einer Sprache, sei es beim Sprechen, Schreiben oder Hören, ist ein extrem wichtiger Faktor beim Lernen. Das heißt, dass die Sprache in unseren Alltag integriert werden muss. Wir haben ein paar Vorschläge gesammelt, wie das mit Spaß und Motivation umgesetzt werden kann.
1. Watch and learn.
Ganz ehrlich: Für fast alle von uns gehört es zu den Top 5 Freizeitaktivitäten, Filme und Serien anzusehen und uns in der grenzenlosen Social Media-Welt zu verlieren. Vor allem nach einem anstrengenden und vollen Tag (voller Vokabeln und Grammatik) gibt es nichts Entspannenderes.
Was wäre dann naheliegender, als die Lieblingsserie im Originalton anzuschauen? Super praktisch: Untertitel helfen beim Verständnis und verhindern, dass man Wichtiges verpasst. Sinnvoll ist auch, die Staffeln erstmal auf Deutsch und dann in der Originalsprache zu sehen. Häufig wird die Lieblingsserie dann noch interessanter, die Serie Friends zum Beispiel ist auf Englisch um ein Vielfaches lustiger als auf Deutsch.
2. La musique est la clé.
Angelehnt an den letzten Tipp, ist eine weitere Möglichkeit, die Ohren an eine Fremdsprache zu gewöhnen, die wunderbare Welt der Musik. Musik hören die meisten von uns sowieso schon den ganzen Tag. Bei Spotify oder auch im Netz kann man zudem die meisten Songtexte einsehen und bekommt so noch einmal einen anderen Zugang zu der Sprache.
3. Karao- what?!
Zugegeben, das ist die Königsdisziplin der Musikverarbeitung. Wer nach einer extra Portion Spaß sucht, der kann auf Karaoke-Abenden seine Erfüllung finden.
Sei es allein oder mit Freunden, nimm deine Lieblings-Playlist und sing mit aller Kraft, die du hast.
Anschließend sorgt es nicht nur für viel Lachen, gute Laune und vielleicht auch eine Beschwerde der Nachbarn, sondern gibt dir die Möglichkeit, die Aussprache zu testen und zu trainieren.
4. Einfach Sprechen.
Wer sich Karaoke-Singen zutraut, für den ist das hier auch kein Problem mehr. Jeder von uns kennt das, auf einer Fremdsprache einfach loszureden, ist einfacher gesagt als getan. Für viele ist es unangenehm, wenn die richtigen Worte fehlen und man ständig nachfragen muss, was dies oder das heißt. Die Angst davor, Fehler zu machen, ist wohl das Natürlichste, was es gibt, beim Sprachenlernen aber völlig unangebracht. Denn hier gilt wie fast überall: Übung macht den Meister! Deshalb redet so viel und so oft ihr könnt und nutzt Kontakte zu Muttersprachlern.
5. Uno- Was?!
Eine weitere Freizeitaktivität, die man auch mit dem Lernprozess von Sprachen verbinden kann, ist Spiele spielen. Brettspiele, Kartenspiele, Video Games, egal was, Hauptsache man hat Spaß dabei. Einfach die extra Regel Wir sprechen nur noch Französisch, Englisch, Italienisch etc. (Latein wäre hier ganz besonders spaßig), ansonsten ist man raus integrieren und los geht´s.
Also, Sprachen lernen kann entspannend, inspirierend und lustig sein und damit sehr viel Spaß machen. Es schadet sicherlich nicht, die Tipps einfach mal auszuprobieren und in seinen Alltag zu integrieren. Mit ziemlich großer Sicherheit zeigen sich dann auch bald Erfolge beim klassischen Grammatik- und Vokabellernen in der Schule.