Dubai Schokolade hier… Dubai Schokolade da… Wenn man in letzter Zeit im Internet unterwegs war, kann man das Wort wahrscheinlich schon rückwärts buchstabieren. Jeder möchte sie unbedingt probieren. Doch wenn das süße Träumchen endlich wahr wird und man ein Stück abbeißt, ist der Traum auch schon zu Ende geträumt. Statt auf Geschmackswolke 7 zu schweben, erleidet man eher einen Zuckerschock. Doch wie hat die Hipster-Schokotafel ganz Social Media in ihren Bann gezogen?
Wie sagt man so schön? Es gibt nichts, was es nicht gibt. Das stimmt in diesem Fall vielleicht wirklich. Dubai-Salami, Dubai-Döner, Dubai-Sushi. Selbst auf dem Weihnachtsmarkt findet man statt der üblichen Schlemmereien dieses Jahr eher Dubai-Kaiserschmarren, Dubai-Bratwurst, Dubai-Crêpes – und nun wird die Pistaziencreme auch noch auf den leckeren Pizzateig geschmiert. Woher kommt diese übertriebene Obession mit der Luxus-Schokotafel?
Wie der Name schon sagt – aus Dubai. Erfunden wurde der Snack in der Schokoladen-Manufaktur „Fix Dessert Chocolatier“. Die Tafel ist gefüllt mit Pistaziencreme und knusprig gebratenem Kaidifi – Teigfäden, auf Deutsch auch Engelshaar genannt. Der Hype ist vielmehr schlaues Marketing als ein echter Gaumenschmaus. Denn allein der Name „Dubai-Schokolade“ und die goldene Verpackung, die suggerieren, dass es sich um ein Luxusprodukt handelt, ließ die Orient-Süßigkeit wie ein Lauffeuer im Internet verbreiten.
Auch die Preise sind kein Zuckerschlecken. Oder besser gesagt – Schokoschlecken. Im Original kann man 200g für knapp 30 Euro erwerben. Auch im deutschen Supermarkt muss man für 100g um die 10 Euro springen lassen. Dieser abstruse Preis ist allein auf den Wind um die Süßigkeit im Netz zurückzuführen – selbstgemacht würden 100g gerade einmal circa 2,20 Euro kosten.
Jedoch muss jeder selbst entscheiden, ob die Nascherei einem dies wert ist. Wenn man sich das mal genauer durch den Kopf gehen lässt, würden die meisten diese Frage wahrscheinlich eher verneinen. Da man die süße Versuchung jedoch Tag für Tag sieht, ist es kein Wunder, dass sich Einige nach der orientalischen Sünde sehnen – und dafür auch den abartigen Preis in Kauf nehmen. Am Ende des Weges sollte man jedoch im Hinterkopf behalten: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Oft ist es auch einfach nur … naja … Schokolade.